Vier Arten, vier Jagdweisen
Die Steckbriefe beschreiben die Fische, wie sie in deutschen Gewässern leben. Nur eine Art wird in einem der fünf Store-Texte ausdrücklich genannt: der Wels, über das Event „Welsjäger“ in Fishing Clash.
Raubfischangeln im Simulator besteht aus fünf Handgriffen: auswerfen, Köder führen, Biss erkennen, anschlagen, drillen. Die Store-Texte der fünf verglichenen Spiele beschreiben diese Schritte unterschiedlich genau. Eine vollständige Artenliste mit Hecht, Zander, Wels und Barsch nennt keiner.
Die Steckbriefe beschreiben die Fische, wie sie in deutschen Gewässern leben. Nur eine Art wird in einem der fünf Store-Texte ausdrücklich genannt: der Wels, über das Event „Welsjäger“ in Fishing Clash.
Lauerjäger, der an Krautkanten, Schilf und versunkenem Holz steht und aus dem Stand zustößt. Das Maul ist dicht mit spitzen Zähnen besetzt; am echten Wasser gehört deshalb ein Stahl- oder Titanvorfach vor den Köder, weil monofile Schnur durchgebissen wird. Gelaicht wird im zeitigen Frühjahr im flachen, verkrauteten Wasser.
Jagt vor allem in Dämmerung und Nacht; eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut hilft bei wenig Licht. Steht an Kanten und über hartem Grund. Der Biss auf den Gummifisch am Jigkopf ist oft nur ein kurzer Schlag in der Rute.
Größter heimischer Süßwasserfisch, Längen über zwei Meter sind belegt. Nachtaktiv, jagt nach Geruch und Druckwellen. Eine Spezialtechnik ist das Klopfen mit dem Wallerholz auf die Wasseroberfläche.
Schwarmfisch mit dunklen Querbändern und stacheliger erster Rückenflosse. Jagt Kleinfisch in Gruppen, oft sichtbar an spritzender Oberfläche. Gefangen wird mit kleinen Spinnern, Gummis oder am Drop-Shot-Rig.
Fishing Planet nennt über 200 Arten, Creatures of the Deep über 100, beide ohne Liste. Fishing Clash erwähnt Haie und das Welsjäger-Event. Ob Hecht, Zander und Barsch dabei sind, wurde nicht im Spiel überprüft.
Die Reihenfolge ist am Wasser und im Spiel gleich. Unterschiedlich ist, wie viel davon der Spieler selbst steuert. Was bei den Schritten über ein Spiel gesagt wird, stammt aus dessen Store-Text.
Am echten Wasser übernimmt die Rollenbremse einen Teil dieser Arbeit: Sie gibt Schnur frei, bevor die Last die Tragkraft übersteigt. Die Spannungsanzeige im Spiel ist die sichtbare Version dieses Prinzips. Wer in Fishing Planet Spinnangeln wählt, bekommt laut Store die meisten Stellschrauben dafür.
Einige Dinge entscheiden am Raubfischgewässer über Fang oder Verlust, tauchen in den fünf Beschreibungen aber nicht auf. Das heißt nicht, dass sie im Spiel fehlen; es heißt nur, dass niemand damit wirbt.
Beim Hecht die wichtigste Einzelentscheidung. Keines der fünf Spiele nennt Stahl- oder Titanvorfach im Store-Text.
Einstellbare Rollenbremse wird nirgends erwähnt. Fishing Clash und Real Reel beschreiben stattdessen Tippen und vorsichtiges Kurbeln.
Schonender Umgang mit dem Fisch nach dem Fang kommt nur indirekt vor: Creatures of the Deep verknüpft das Spiel mit Aktionen zum Schutz der Ozeane.
Fishing Clash ersetzt die Köderbox durch Köderkarten, die gesammelt und aufgewertet werden. Das ist die deutlichste Vereinfachung im Vergleich; mehr dazu unter Arcade oder Simulation.
Im Spiel gibt es weder Schonzeit noch Mindestmaß. Am Wasser in Deutschland gelten drei Ebenen:
Eine Tabelle mit Schonzeiten und Mindestmaßen steht hier nicht, weil die Werte je Bundesland und teils je Gewässer abweichen. Maßgeblich ist immer die Verordnung des Landes und die Karte des Gewässers.
Welche Datenangaben die fünf Spiele im Store machen und ab welcher Android-Version sie laufen, steht unter Technik und Daten.